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Die VCI-Verpackung funktioniert nicht? 7 Fehler, die selbst bei einem ordnungsgemäß verpackten Produkt zu Korrosion führen können
VCI-Verpackungen bieten eine einfache und wirksame Möglichkeit, Metallprodukte während der Lagerung und des Transports zu schützen. Sie erfordern keine Ölung, hinterlassen keinen Fettfilm auf der Oberfläche, und die Teile können nach dem Auspacken in der Regel sofort verwendet werden. Damit der Schutz jedoch ordnungsgemäß funktioniert, reicht es nicht aus, das Produkt lediglich in einen Korrosionsschutzbeutel zu legen oder es in VCI-Folie einzuwickeln. Wichtig sind auch der Zustand des Produkts, die richtige Materialauswahl und das korrekte Verpackungsverfahren.
Welche Fehler können die Wirksamkeit der Korrosionsschutzverpackung erheblich beeinträchtigen?
1. Verpackung feuchter oder verschmutzter Teile
Die VCI-Verpackung dient als Vorbeugung gegen Korrosion. Sie kann jedoch den Zustand eines Produkts nicht beheben, das bereits beim Verpacken nass, von Korrosion befallen oder durch aggressive Substanzen verunreinigt ist.
Ein Risiko können insbesondere Wasserrückstände, Schweiß, Salze, Staub oder ungeeignete Prozessflüssigkeiten darstellen. Ein Problem kann beispielsweise entstehen, wenn ein Mitarbeiter ein Metallteil ohne Handschuhe anfasst und Fingerabdrücke auf dessen Oberfläche zurückbleiben. Diese enthalten Feuchtigkeit und Salze, die die lokale Korrosionsbildung begünstigen können.
Vor dem Verpacken muss das Produkt daher sauber, trocken und auf Umgebungstemperatur abgekühlt sein. Bei der Handhabung empfindlicher Teile empfiehlt es sich, saubere Handschuhe zu tragen.
2. Unzureichend verschlossene oder beschädigte Verpackung
VCI-Substanzen werden nach und nach aus dem Verpackungsmaterial in den geschlossenen Raum freigesetzt und bilden um das Metall herum eine schützende Atmosphäre. Bleibt die Verpackung offen, undicht oder ist sie durchlöchert, kann die schützende Atmosphäre entweichen, während gleichzeitig Umgebungsluft und Feuchtigkeit eindringen.
Besondere Aufmerksamkeit muss scharfen Kanten der Produkte gewidmet werden, die die Folie während des Verpackens oder Transports durchstechen können. Abhilflich können Schutzprofile, Zwischenlagen oder die Wahl einer mechanisch widerstandsfähigeren Folie sein. Beutel und Säcke müssen je nach Ausführung gründlich verschlossen werden, beispielsweise durch Verschweißen, Klebeverschluss oder festes Umfalten und Verkleben.
3. Zu großer Abstand zwischen dem VCI-Material und dem Metall
Die Wirkstoffe müssen im Inneren der Verpackung die erforderliche Konzentration erreichen. Befindet sich das Metallteil in einer zu großen Verpackung oder ist die Menge an VCI-Material im Verhältnis zum Verpackungsvolumen zu gering, kann die Bildung einer Schutzatmosphäre länger dauern oder möglicherweise unzureichend sein.
Die Größe des Beutels, des Sacks oder der Folie sollte daher an das verpackte Produkt angepasst werden. Bei großen Kisten, Maschinenaggregaten und Paletteneinheiten kann es erforderlich sein, den Schutz durch VCI-Papier, VCI-Strahler oder andere Korrosionsschutzelemente zu ergänzen. Die konkrete Lösung sollte stets auf den Abmessungen des Produkts, der Lagerdauer und den Transportbedingungen basieren.
4. Falsche Wahl des Schutzes für das jeweilige Metall
Nicht alle Metalle reagieren gleich auf ihre Umgebung. Stahl, Gusseisen, Kupfer, Messing, Aluminium oder verzinkte Oberflächen stellen unterschiedliche Anforderungen an den Schutz. VCI-Material, das in erster Linie für Eisenmetalle bestimmt ist, muss daher nicht automatisch für alle Nichteisenmetalle und deren Legierungen geeignet sein.
Vor der Auswahl der Verpackung ist es wichtig, genau zu bestimmen, welches Material geschützt werden soll. Bei Produkten, die aus mehreren Metallen bestehen, muss eine Lösung gewählt werden, die für den kombinierten bzw. Multimetall-Einsatz geeignet ist. Die richtige Wahl der VCI-Folie ANTICOfol® oder des Korrosionsschutzpapiers MULTIferro® hilft nicht nur, roten Rost auf Stahl zu verhindern, sondern auch die Oxidation und optische Veränderungen bei Nichteisenmetallen.
5. Kombination mit ungeprüften Verpackungsmaterialien
Das Ergebnis wird nicht nur von der VCI-Verpackung selbst beeinflusst. Im Inneren einer Sammelverpackung können Kartonagen, Holzelemente, Schaumstoffe, Klebstoffe, Etiketten oder Befestigungsmaterialien enthalten sein. Einige davon können eine erhöhte Feuchtigkeit enthalten oder Substanzen freisetzen, die den Metallschutz beeinträchtigen.
Risikobehaftet können beispielsweise unzureichend getrocknetes Holz und Karton oder ungeprüfte Materialien sein, die sich in unmittelbarer Nähe einer empfindlichen Oberfläche befinden. Bei Export- und Langzeitverpackungen ist es daher ratsam, das gesamte Verpackungssystem zu bewerten und nicht nur eine einzelne Folie oder einen Beutel. Wenn Sie sich hinsichtlich der Verträglichkeit der einzelnen Materialien nicht sicher sind, sollten Sie die vorgeschlagene Zusammensetzung vorab testen.
6. Verpackung warmer Produkte
Metallteile sind nach der Bearbeitung, Reinigung oder anderen Fertigungsschritten oft wärmer als die Umgebung. Wird ein solches Produkt sofort verpackt, kann es beim Abkühlen zu Kondenswasserbildung kommen. Dadurch entsteht im Inneren der Verpackung ein Umfeld, das das Korrosionsrisiko erhöht.
Die Teile sollten daher erst verpackt werden, nachdem sich ihre Temperatur der Umgebungstemperatur angeglichen hat, und zwar in einer trockenen und möglichst stabilen Umgebung. Bei Export, Seetransport oder starken Temperaturschwankungen kann der VCI-Schutz je nach den konkreten Bedingungen durch eine Barrierefolie, Trockenmittelbeutel und einen Feuchtigkeitsindikator ergänzt werden.
7. Unsachgemäße Lagerung von VCI-Verpackungen vor der Verwendung
Auch unbenutztes VCI-Material benötigt richtige Lagerbedingungen. Wenn eine Folienrolle oder ein Papierbündel über einen längeren Zeitraum offen bleibt und hohen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit oder Luftströmungen ausgesetzt ist, kann es nach und nach seine Wirksamkeit verlieren.
VCI-Verpackungen sollten in der originalen, verschlossenen Verpackung, trocken und fern von Wärmequellen aufbewahrt werden. Es sollte nur die für die aktuelle Arbeit benötigte Menge entnommen und der Rest des Materials wieder verschlossen werden. Gleichzeitig muss die vom Hersteller angegebene empfohlene Lagerzeit eingehalten werden.
Korrosionsschutz funktioniert als System
Ein zuverlässiges Ergebnis wird nicht allein durch ein Verpackungsmaterial erzielt. Entscheidend ist der gesamte Prozess – von der Sauberkeit des Produkts über die Wahl der richtigen VCI-Lösung bis hin zum Verschließen der Verpackung, der Lagerung und den Transportbedingungen.
Wenn auch bei verpackten Produkten Korrosion auftritt, muss dies nicht automatisch bedeuten, dass die VCI-Technologie nicht funktioniert. Die Ursache kann ein kleiner Fehler im Verpackungsprozess, eine ungeeignete Materialkombination oder Bedingungen sein, die bei der ursprünglichen Lösung nicht berücksichtigt wurden.
Das Unternehmen Bropack Solution unterstützt Kunden bei der Entwicklung von Korrosionsschutzverpackungen, die auf das jeweilige Produkt, die Metallart, die Schutzdauer und die Transportart zugeschnitten sind. Teil der Lösung können auch die Überprüfung der Verpackung und Tests unter anspruchsvollen Bedingungen sein. Ein richtig konzipiertes System trägt dazu bei, Korrosionsbildung, die Anzahl der Reklamationen sowie die Kosten für Reinigung und Neuverpackung zu reduzieren.
Möchten Sie überprüfen, ob Ihre derzeitige Korrosionsschutzverpackung richtig konzipiert ist? Wenden Sie sich an uns. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl des geeigneten Materials und des geeigneten Verfahrens für die sichere Lagerung und den Transport Ihrer Produkte.